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Christa Stolze †
7. April 1941 – 10. August 2017


Der Vorstand des Förderverein Glasmuseum Weißwasser e. V. gibt in tiefer Trauer bekannt, dass Frau Christa Stolze nach schwerer Krankheit verstorben ist. Sie war Gründungsmitglied des Fördervereins im Jahre 1993 und Schatzmeisterin im Vorstand von Anbeginn. Damit verliert der Förderverein eines seiner aktivsten Mitglieder. Sie wurde liebevoll als „Mutter des Fördervereines“ und ehrfurchtsvoll als „Finanzministerin“ gehandelt. Zu Kritisierendes wurde von ihr mit scharfer Zunge benannt. Viel Organisatorisches im Förderverein trug Christas Handschrift. Ihr lag auch das leibliche Wohl der Vereinsmitglieder und ihrer Gäste bei Veranstaltungen des Fördervereins sehr am Herzen. Fast legendär sind hier ihre Fettschnitten oder die „Überlebensbeutel“ bei den Ausflügen. Ohne ihr konsequentes Agieren und ihren Erfindungsreichtum beim Einwerben von Spenden wären die finanziellen Fragen des Fördervereins nicht zu beherrschen gewesen. Als herausragend und beispielhaft ist hier die Finanzierung des Neuaufbaus des Glasmacherbrunnens zu nennen, den die Stadt Weißwasser dem Förderverein zu verdanken hat. Ihr Wirken gemeinsam mit den anderen aktiven Mitgliedern des Fördervereins hat das kulturelle Leben von Stadt und Region wesentlich bereichert. Sie geht als „Geburtshelferin“ und „Dauerpatin“ in die Geschichte des Glasmuseums ein, welches heute ein einmaliges touristisches Highlight darstellt.

Ihr beruflicher Weg begann mit dem Studium an der Ingenieurschule für Elektrotechnik und Keramik in Hermsdorf. Nach ihrer Tätigkeit im Porzellanwerk Colditz war sie langjährig im Porzellanwerk Weißwasser („Porzellina“) tätig. Ihre Verbundenheit mit diesem Betrieb kommt auch darin zum Ausdruck, dass sie die regelmäßigen Treffen der ehemaligen Mitarbeiter des Betriebes nach dessen Insolvenz 1992 mit organisierte.

Gesellschaftlich war Christa Stolze schon immer aktiv, auch in der Kirchgemeinde. Von ihr stammt der Satz „Es war schön bei Porzellina, aber es war nicht schön genug in der DDR.“ Deshalb hat sie schon zu DDR-Zeiten mitgeholfen, die Verhältnisse zu kippen. Eine Ellenbogengesellschaft wollte sie aber nicht, als sie an den Fundamenten der DDR rüttelte. Der Satz „Nach 1990 wurden die Menschen schnell gehässig und egoistisch.“ stammt auch von ihr. Ihre politische Heimat nach der Wende wurde die SPD. Sie war Mitglied im Vorstand des Ortsvereins dieser Partei und mit Unterbrechung Stadtrat in der Fraktion der SPD. Von 1990 bis 2003 war sie Mitarbeiterin beim Landtagsabgeordneten der SPD Thomas Jurk.

Für ihre beispielhafte und vorbildliche ehrenamtliche Tätigkeit erhielt Christa Stolze die Ehrenmedaille des Förderverein Glasmuseum Weißwasser e. V. und die Ehrenamts-Urkunde der Stadt Weißwasser.

Wir werden ihr Andenken in Dankbarkeit bewahren.

Quelle: Glasmuseum, August 2017


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Aktualisierung:
18.08.2017