Lausitzer Glas? Glas aus Weißwasser?
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Schleifen

Beim Glasschleifen wird durch ein Schleifmittel, welches härter ist als Glas, ein Teil der Glasoberfläche oder die gesamte Oberfläche abgetragen. Dazu ist Druck und Bewegung zwischen Schleifmittel und dem zu schleifenden Gegenstand erforderlich. Das Glasschleifen ist das bei der Veredlung und Bearbeitung am häufigsten angewandte Verfahren. Zum Glasschleifen werden Schleifmittel, Schleifscheiben und Wasser benötigt. Natürliche Schleifmittel sind Diamant, Korund / Schmirgel, Granat und Quarzsand. Künstliche Schleifmittel sind Elektrokorund, Siliziumkarbid, Borkarbid und Karborundum. Die Schleifscheiben sind Schleifkörper, die aus Schleifmittel und Bindemittel hergestellt werden. Für die unterschiedlichen Schleifarbeiten werden verschiedene Schleifscheiben benötigt. Die Unterscheidungsmerkmale sind Abmessungen, Schleifmittelart, Körnung, Bindungsart, Härte und Textur. Je nach der gewünschten Form der einzelnen Dekorelemente, Kanten- oder Flächenschliff werden unterschiedliche Schleifscheibenprofile angewandt. In Weißwasser wird seit der Inbetriebnahme der ersten Glashütte 1873 Glas geschliffen. Die Schleifwerkstellen waren im Grundgestell aus Holz und hatten eine Holzwanne zur Aufnahme von Wasser und Schleifresten. Die Schleifwerkstellen besaßen einen Transmissionsantrieb, dessen Antriebsenergie von einer Dampfmaschine kam. Daraus leitet sich der Ausdruck Dampfschleifereien ab.


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Aktualisierung: 17.09.2010