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Familie wandelt auf Spuren von Joseph Schweig
Von Sabine Larbig
Kommende Woche sind die Urenkelin des jüdischen Glasfabrikanten und ihre Familie erstmals in der Heimatstadt des Vorfahren.
Die aus Israel, Amerika und Frankreich anreisenden Gäste werden vom 30. August bis 1. September in Weißwasser weilen. Auf dem Programm stehen eine Stadtrundfahrt, ein Besuch des Ehrengrabes und der in Sanierung befindlichen Schweigvilla im Komplex des Kreiskrankenhauses sowie das Glasmuseum und der Pückler-Park in Bad Muskau. Auch ein Empfang bei Oberbürgermeister Torsten Pötzsch, ein privates Treffen mit Werner Schubert und eine Gesprächsrunde mit Schülern des Leistungskurses Geschichte des Landau-Gymnasiums Weißwasser sind vorgesehen.
„Wir freuen uns sehr, dass die Urenkelin unserer Einladung nach Weißwasser gefolgt ist, um hier mit ihrer Familie an Originalschauplätzen auf den Spuren von Joseph Schweig zu wandeln“, sagt Gudrun Albrecht, Vorsitzende des Vereins „Zukunft gestalten ohne zu vergessen“, der sich der Aufarbeitung der jüdischen Geschichte der Stadt und Region und der Biografie Schweigs widmet. Nachdem im Jahr 2009 die Familie des in den 1930er Jahren nach London emigrierten Bruno Schweig – Sohn von Josef Schweig – in Weißwasser begrüßt werden konnte, besucht nun die Familie der Tochter des in Jerusalem lebenden Bruders Peter die Stadt Weißwasser. Aufschwung, Blüte und Bekanntheit als Glasmacherstadt hat sie dem jüdischen Fabrikanten Joseph Schweig (1850 – 1923) zu verdanken, der in seiner Heimatstadt einige Glashütten gründete. Nachdem in den letzten Jahren sein Leben und Schaffen von Historiker Werner Schubert und dem Verein aufgearbeitet und Schweig postum zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde, besteht auch enger Kontakt zu seinen Nachfahren.
Quelle: Sächsische
Zeitung, Ausgabe Weißwasser vom 27.08.2011ews290411.htm
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