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Auf ein Wort:
Abriss ist für Stadt ein Gewinn


Von Wulf Stibenz


Die Berliner Straße ist nicht irgendeine Straße in Weißwasser. Pkw-Kolonnen in Richtung Autobahn, Richtung Schleife, Bautzen, Halbendorf, Spremberg oder Hoyerswerda fahren hier entlang – und auch in Richtung Weißwasser, Bad Muskau, Rothenburg, Polen. Dass ein sicherlich berühmtes und ehedem sehr ansehnliches Gebäude abgerissen wird, scheint sich auf den ersten Blick in den Reigen der Geschichtsvergessenheit einzureihen. Es wirkt, als ob die Stadt ihre Wurzeln der Glasindustrie ausreißt und auf den Müllhaufen der Geschichte wirft – obwohl solche prägenden Stadtväter wie Josef Schweig an Haus, Grund und Tradition gearbeitet haben.

Doch der Abriss ist in diesem Fall gut. Um den Erhalt der Geschichte kümmern sich Vereine, Historiker und das Glasmuseum. Es werden auch Gebäude in der Stadt erhalten, die an die guten Jahre von ehedem erinnern. Es muss nicht jedes Haus mit enormen Kosten erhalten werden. Eine gesunde Stadt ist ja auch dadurch geprägt, dass alt und neu hier zusammenfinden. Und hier auf der Berliner Straße ist die Chance für etwas Neues wesentlich besser, als am Stadtrand.

Quelle: Sächsische Zeitung, Ausgabe Weißwasser  vom 24.08.2011ews290411.htm


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Aktualisierung: 24.08.2011