| Lausitzer
Glas?
Glas aus
Weißwasser? Glasmuseum Weißwasser ! |
|||||
|
Service |
Weißwasseraner Jubiläen und Randnotizen der GeschichteVon LUTZ STUCKA
Im
zweiten Teil dieser Dokumentation befasst sich Lutz Stucka mit Jubiläen
und Randnotizen in der Stadt und um Weißwasser herum.
Die
Aufzeichnungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Vor 100 Jahren 1910. Zwölf telefonische Feuermelder werden im Ort in Betrieb genommen. Diese sind mit der Polizeiwache im Rathaus verbunden. Von hier aus kann die im gleichen Haus befindliche Feuerwache leicht alarmiert werden. 1910, Februar. Die Trinkwasserversorgung durch die Inbetriebnahme des Wasserwerkes in der Nochtener Pfarrheide beginnt. Bis 1910. Von der Gemeindeverwaltung werden für Fahrradbesitzer Karten herausgegeben. Ohne sie darf ein Fahrrad nicht benutzt werden. Zum Beispiel besaß im Jahr 1903 von hundert Weißwasseranern ein einziger ein solches Gefährt. Vor 90 Jahren 1920, August. Eröffnung der staatlich betriebenen Automobillinie Bautzen - Weißwasser. Hotelier Linke stellt dafür kostenlos eine Garage für den Autobus auf seinem Grundstück zur Verfügung. (Hof von ,,Henri's Bierstube'') 1920, 15. September. Die Bärenhütte wird an den holländischen Konzern Philips-Eindhoven verkauft. 1920, 8. Dezember. Die Osram GmbH. KG - eine Werksvereinigung aller glühlampenherstellenden Glaswerke des VLG Konzerns - wird gegründet. Vor 80 Jahren 1930, Sommer. Der Wasserturm wird nach Entwürfen des Architekten und Gemeindebaumeisters Weißig durch das Bauunternehmen W. Thormann ummantelt und ein neues 1 200 Kubikmeter fassendes Speicherbecken darüber errichtet. Vor 70 Jahren 1940, Juli. Eine Schuhaustauschstelle wird eingerichtet. Im Jahr darauf kann eingeschätzt werden, dass sich diese Einrichtung gut bewährt hat. Es wurden bis dahin 1 231 Paar Schuhe abgegeben und 866 Paar ausgegeben. 1940, 22. Oktober. Ortsbesichtigung einer Regierungskommission zur Errichtung einer Glasfachschule. Vor 60 Jahren 1950. Aufbau der Werkstatt für Glasgestaltung unter Leitung von Friedrich Bundtzen. Weißwasser wird damit zum künstlerischen Zentrum der Glasindustrie der DDR. 1950, 23. August. Grundsteinlegung für die Gebäude der Berufsschule und des Internates des »Lehrkombinates der VVB-Ostglas«, später Betriebsberufsschule ,,Reinhold Greiner''. 1950, 1. Oktober. Eröffnung der ,,Betriebsfachschule des VVB (Z) Ostglas'' in einer ehemaligen Osram-Villa in der Schillerstraße. Es ist die erste und einzige Glasfachschule der DDR. 1950/51. Die Eishockey-Mannschaft der Betriebssportgemeinschaft (BSG) der VVB Ostglas Weißwasser wird erstmals DDR-Meister. Vor 50 Jahren 1960. Bau des Betonwerkes, später Sägewerk am Ende des Braunsteichweges. Ab September 1961 verlassen täglich 65 Tonnen Großbauplatten das Werk. 1960, Sommer. Beginn des industriellen Wohnungsbaus in Großblockbauweise (Serienfertigung von Wohnhausbauteilen nach Takten) in Weißwasser. Drei Wohnblocks entstehen in der Görlitzer-, Luther- und Puschkin Straße. Die Erfüllung dieser industriellen Wohnungsbauaufgabe obliegt der Bau-Union Hoyerswerda. Ausbau der Humboldtstraße als Erschließungsmaßnahme für den weiteren Wohnungsbau, welcher in der Lutherstraße vor dem Krieg begann und anschließend weitergeführt wurde. 1960 bis 1963. Bau von 472 Wohnungen des Wohnkomplexes I, Humboldt- und Gutenbergstraße, erfolgt. Gleichzeitig wird das Heizwerk an der Hermannsdorferstraße gebaut. 1960. Zur Verbesserung der Fleischversorgung der Stadt Weißwasser hat der Rat der Stadt den Genossenschaftsbauern des Ortes in der LPG ,,Neuland'' den Vorschlag unterbreitet, einen Kredit aufzunehmen, um damit fünfzig Kälber kaufen zu können. Die Unterbringung soll nach einiger Reparatur in der Kegelbahn im ,,Schützenhaus'' an der Heinrich-Heine-Straße erfolgen. 1960, 15. Oktober. Die Endgültige Übergabe und Einweihung des Eisstadions erfolgt. Weißwasser wird Eissport-Metropole der DDR. „Die sozialistische Sportstätte wird heute um 19 Uhr feierlich eingeweiht. Das Eröffnungsturnier erfolgt mit sowjetischen und tschechoslowakischen Freunden aus Nowosibirsk und Brno“, berichtet die Presse. Quelle: Lausitzer
Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 21.01.2010
|
|
|||