Deutsch-jüdischer Geschichtspreis für Werner Schubert
Von Daniel Preikschat
Werner Schubert aus Weißwasser erhält am kommenden Montag im Berliner Abgeordnetenhaus den deutsch-jüdischen Geschichtspreis der amerikanischen Obermayer Stiftung. Die Stiftung würdige damit Schuberts Beiträge über die lokale jüdische Gemeinde in Weißwasser, seine Artikel über Gegner des Hitler-Regimes und seinen Anteil an der Wiederherstellung des jüdischen Friedhofs in der Stadt, so eine Sprecherin.
Nahezu im Alleingang habe der 87-Jährige Weißwasseraner die verloren gegangene Geschichte der Juden in Weißwasser rekonstruiert. Außer Werner Schubert werden an dem Montag noch drei weitere Personen von Stiftungsgründer Arthur S. Obermayer und dem Abgeordnetenhaus-Präsidenten Ralf Wieland ausgezeichnet. Arthur S. Obermayer ist Vorstandsmitglied der Amerikanisch-Jüdischen Gesellschaft. Seine Vorfahren mussten in der Zeit des Nationalsozialismus emigrieren. Werner Schubert für den Preis vorgeschlagen haben acht Personen aus Israel, Deutschland und den USA, heißt es weiter. Mehrere von ihnen seien Nachfahren Joseph Schweigs, des 1923 verstorbenen jüdischen Industriellen aus Weißwasser. Darunter seine beiden Urenkel Jehudit Schweig und Peter Müller.
Quelle:
Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser, vom 18.01.2012
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